11 Reaktionen zu “Open Access-Petition mitzeichnen!”

Kommentare abonnieren (RSS) oder TrackBack URL

i did it!

crockl am 10. November 2009 um 01:21

cool, i like you!

j am 10. November 2009 um 08:17

me too. open acces … i love it

Omti am 10. November 2009 um 09:48
Omti am 10. November 2009 um 15:20
crockl am 10. November 2009 um 15:46

berechtigte kritik gibt’s eigentlich zu jeder petition.

ich finde die verlinkte kritik aber eher beknackt. natürlich können die meisten leute diese forschungen nicht verstehen aber das müssen sie auch nicht. wenn es sich um sinnvolle (oh ja, diskussionsstoff …) forschungen handelt, werden die bürger an anderer stelle davon profitieren, wenn damit medikamente, impfungen oder whatever entwickelt werden (wo dann die pharmaindustrie schön dran verdienen kann).

darum geht es bei dieser petition aber überhaupt nicht. es geht darum, daß forscher, um anerkennung zu erlangen (und das gibt das tolle system wohl vor) in den berühmten zeitschriften publizieren müssen. und dann andere forschungseinrichtungen und studenten halt richtig löhnen müssen, wenn sie diese berichte lesen wollen, um sie in ihre arbeit mit einzubeziehen. dh. das system ist derzeit so, daß das auf andere forschungsergebnisse zurückgreifen ungemein erschwert wird, was ja aber eigentlich eine grundsätzliche möglichkeit für jede arbeit sein sollte, ansonsten muss immer wieder von null angefangen werden und der fortschritt wird ungemein erschwert.

wie das rechtlich genau ist, weiß ich nicht. kann mir vorstellen, daß die magazine sogar ein copyright auf den texten haben, d. h. die forscher sie nicht im internet oder als buch veröffentlichen können. vielleicht ist das aber quatsch. dann sollte man sich bemühen über die science commons eine datenbank/plattform aufzubauen, in der die forscher sie ins internet stellen können.

j am 10. November 2009 um 15:58

Auf den ersten Blick mag die Kritik berechtigt sein. Der Eintrag wirft der Petition Undifferenziertheit vor, womit er recht hat (meiner Meinung nach aber in anderer Form), was er aber auch selber ist. Vorab: Auch wenn Otto-Normal Verbraucher mit wissenschaftlichen Publikationen seiner Meinung nach nix anfangen können, stellt man Menschen einfach eine weitere Bildungsquelle zur Verfügung. Ist doch super. Zumal es in dem Eintrag leider kein Beleg dafür gibt, ob die Menschen wirklich nichts damit anfangen können.
Nun zur Undifferziertheit: Geo, Zeit Wissen, bla.. werden redaktionell betreut, Artikel werden aufgearbeitet, das kostet Geld, also kann man für bezahlen, is OK. Ob sinnvoller Inhalt oder nicht lässt sich streiten. Bei den ganzen Fachzeitschriften dasselbe, also kann man für bezahlen. Aber Carsten Könneker vergisst, dass es da noch mehr gibt.
Ein Beispiel aus der Informatik: Proceedings sind Paper-sammlungen einer Konferenz in einem Buch. Dieses Buch wird von z.b. dem Springer Verlag herausegegeben und kostet ~50 Euro (z.b. hier). Will man nur ein Kapitel aus dem Buch, also ein Paper eines Vortrags einer Konferenz kostet das gleich 25 Dollar (siehe hier).

Dann gibts da noch digitale Bücherreien. Ein Beispiel: ACM. Bietet jede Menge Paper, aber kostenpflichtig. Zum Beispiel habe ich an einem Paper mitgearbeitet, dies gibts aber nur da. Wäre ich jetzt nicht zufällig Student der Uni Hamburg, müsste ich dafür bezahlen oder den Autor direkt anschreiben.

Und ich bin mir sicher, das es solche Beispiele auch für andere Disziplinen gibt. Also abgesehen von den Zeitschriften gibt es noch einige andere Publikationswege, über die noch nicht geredet wurde, über die es sich aber zu reden lohnt. Weil genau diese Veröffentlichungen kommen ohne Bilder und grosser redaktioneller Betreung aus und sind trotzdem ziemlich teuer. Meiner Meinung nach richtet sich die Open Access Bewegung auch oder gerade in diese Richtung. Aber genau das müsste auch in diese Petition rein.

Omti am 10. November 2009 um 17:24

@ omti: ja, haste recht, daß da wissens-vertriebswege reformiert werden müssen, steht zwar drin, könnte man aber zumindest ansatzweise ausformulieren, wie das geschehen soll.

antwort ist ja wohl: über’s internet. science- und crative commons sind da perfekt, wobei es das ja eigentlich nur lizenzen sind, die stellen ja, glaube ich keine vertriebswege oder infrastruktur zur verfügung.

apropos infrastruktur: wikipedia wird mir immer unsympatischer. gibt’s da nicht eine sinnvolle alternative? wenn die artikel gnu pup-lizenz haben, kann man sie dann nicht auf einen anderen server kopieren und da eine bessere wikipedia aufmachen (ist mir schon klar, daß das immer noch ein bischen was kostet, weil’s ja schon ein paar gig an daten sind)? wo leute über ihren tierzüchterverein schreiben können ohne gelöscht zu werden (wem tut das eigentlich genau weh? wenn das da drin steht?). für dvd oder ausdrucken nimmt man halt nur die 500.000 meistbesuchten artikel und dann können die leute schreiben, was sie wollen. ich check’s nicht.

j am 10. November 2009 um 23:00

fein…diskussion…mhhh
das nächste sollten wir diskutieren b e v o r wir petitionen mitzeichnen (nur so nebenbei bemerkt)…

crockl am 11. November 2009 um 09:10

Ja, Diskussion … lecker lecker.
Hast schon recht mit vorherigen Diskussion. Aber auch nach der Diskussion stehe ich dazu, die unterschrieben zu haben! Und diskutieren in einer Blog Kommentar Funktion ist auch sehr mühselig.

Omti am 11. November 2009 um 10:08

@crockl: du kannst, soweit ich weiß, die dich auch wieder ent-mitzeichnen, wenn du einfach nochmal auf die seite gehst. ich steh aber nach wie vor auch zu meiner digitalen unterschrift.

j am 11. November 2009 um 12:39
Ein Kommentar hinterlassen
Erlaubte Tags : <blockquote>, <p>, <code>, <em>, <small>, <ul>, <li>, <ol>, <a href=>..


 Name


 Mail (wird nicht veröffentlicht)


 Website

Bitte beachten sie, dass ihr Kommentar möglicherweise erst freigeschaltet werden muss.